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Projektrollen in Programmen (Grundlagen)

HERMES-ManualEinleitung › Projektrollen in Programmen (Grundlagen)

Teil 1 von 2 – Teil 2: Organisationsformen im Detail

Das Programmmanagement wird im Anhang zum Referenzhandbuch beschrieben. Die nachfolgenden Ausführungen betrachten das Programmmanagement aus der Projektperspektive.

Programme

Das dreiphasige HERMES-Phasenmodell für Programme ist eine Voraussetzung für die Integration der Projekte im Programm. Programme umfassen mehrere Projekte, die ein gemeinsames Ziel verfolgen und zeitlich überlappt durchgeführt werden. Das Programm sichert die projektübergreifende Steuerung und Führung der Projekte; das Phasenmodell für Projekte erleichtert dabei die Koordination und Steuerung der einzelnen Projekte innerhalb eines Programms. Über die Programmlaufzeit (Programminitialisierung, Programmdurchführung, Programmabschluss) durchlaufen die einzelnen Projekte zeitlich versetzt und überlappend ihre eigenen Phasen von der Initialisierung bis zum Abschluss.

Der Programmauftraggeber steuert das Programm. Je nach Programmorganisationsform führt der Programmleiter das Programm und koordiniert die projektübergreifenden Aspekte und die Abhängigkeiten zwischen den Projekten. Der Projektleiter führt sein Projekt, der Anwendervertreter definiert die Lösung.

Die Steuerung des Projekts kann durch einen Projektausschuss (unter Leitung des Auftraggebers) und/oder übergeordnet durch einen Programmausschuss (unter Leitung des Programmauftraggebers) unterstützt werden. Aus Sicht der Controlling- und Vorgabestellen ist jedes einzelne Projekt ein eigenständiges Controlling-Objekt mit Vorgaben bezüglich Kosten, Zeit und Ergebnissen.

Die Programmphase Programmabschluss kann erst dann freigegeben werden, wenn alle Projekte abgeschlossen sind.

Organisationsformen

Wird ein Projekt Teil eines Programms, muss die Projektorganisation in die Programmorganisation integriert und verschiedene Rollen der Projektorganisation angepasst oder ersetzt werden. Betroffen sind primär die Rollen des Auftraggebers und des Projektleiters. Je nach gewählter Organisationsform für das Programm sind die Anpassungen unterschiedlich; die Auswirkungen spielen sich vorwiegend im Steuerungs-, Führungs- und Kontrollbereich ab. Die für das Programm angepassten Rollenbeschreibungen werden im Projektmanagementplan aufgeführt.

Es gibt schematisch drei denkbare Organisationsformen: eine als eigenständiges Projekt und zwei als Teile eines Programms (Programmorganisation 1 und Programmorganisation 2). Die minimal zu besetzenden Rollen im Projekt bleiben in allen drei Formen der Auftraggeber (bzw. dessen Ersatz), der Projektleiter und der Anwendervertreter; programmspezifische Rollen wie der Programmauftraggeber und der Programmleiter kommen je nach Form hinzu. Die drei Organisationsformen werden im zweiten Teil dieses Abschnitts aus Projektsicht erläutert; die Beschreibung ist rudimentär und dient lediglich dem Allgemeinverständnis.

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