Phasen
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Das HERMES-Phasenmodell für Projekte bildet das Rückgrat jedes Projekts. Es schafft die Voraussetzung für das gemeinsame Verständnis aller Projektbeteiligten. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche organisationsübergreifende Abwicklung der Projekte.
Das Phasenmodell baut auf dem Lebenszyklus eines Projekts auf. Die Phase Initialisierung am Anfang und die Phase Abschluss am Ende des Projekts sind der klassischen und der agilen Vorgehensweise gemeinsam; sie schliessen die Phasen der Lösungsentstehung ein.
Die Projekte werden somit entweder in fünf oder in drei Phasen abgewickelt. Das Projekt beginnt mit der Phase Initialisierung und endet am Schluss der Phase Abschluss. Die Phase Initialisierung entspricht einer strukturierten Orientierung für ein fokussiertes Vorhaben. Sie formuliert, welche möglichen Lösungen es gibt und welcher Weg zu nehmen ist. Die Phase Abschluss beendet das Vorhaben und regelt organisatorisch und administrativ den Übergang von der Projekt- zur Anwendungsorganisation, einer analog zur Projektorganisation temporären Organisation, die system- oder produktspezifisch ist und mit dem Ende des Life-Cycles eines Produkts oder Systems endet.
Die zwischen der Initialisierung und dem Abschluss eingeschlossenen Phasen sind in der klassischen Vorgehensweise die drei Phasen Konzept, Realisierung und Einführung, in der agilen Vorgehensweise hingegen nur die Phase Umsetzung.
Will die Stammorganisation eine mögliche Lösungsvision prüfen, startet sie das Vorhaben mit der Phase Initialisierung, deren Ergebnisse auch darüber entscheiden sollen, ob das Entwicklungsvorgehen mit klassischer oder agiler Vorgehensweise angegangen wird. Diese Entscheidung muss fachlich und vorgehenstechnisch begründet sein. Es ist möglich, dass im Rahmen eines Programms einige Projekte klassisch, andere agil abgewickelt werden.