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Nutzung des HERMES-Projektmanagements in der Praxis

HERMES-ManualA Methodenüberblick › Nutzung des HERMES-Projektmanagements in der Praxis

Die HERMES-Projektmanagementmethode unterstützt zwei Vorgehensweisen: das traditionelle klassische phasenweise Vorgehen nach Systems Engineering, nachfolgend „klassisch" genannt, und das iterativ-inkrementelle Vorgehen, nachfolgend „agil" genannt (in Anlehnung an Methoden wie Extreme Programming oder Scrum). Sie liefert ein Framework, das es erlaubt, unterschiedliche Vorgehensweisen und folglich auch die jeweils projektspezifisch eingesetzten Methoden einheitlich einzubetten.

Der funktionale Einsatz der Methode veranschaulicht, wie die Anwendung der Methode eine entsprechende, anderweitige methodische Ausbildung oder zumindest fundierte Projektpraxis voraussetzt: Sowohl klassisches Projektmanagement als auch agiles Entwicklungsmanagement bringen eigene Ausbildung und Erfahrung in der Praxis mit. Die Projektmanagementmethode selbst vermittelt über die HERMES-Handbücher und HERMES Online, über Dokumentvorlagen sowie über Ausbildung und Zertifizierung das notwendige Projektmanagement-Know-how und agile Know-how. Governance und Nachhaltigkeit bilden dabei den Rahmen, in dem HERMES-Projektmanagement im Tagesgeschäft eingesetzt wird. Die Projektmanagementmethode kanalisiert somit verschiedenorts erworbenes Wissen, erweitert dieses durch HERMES-spezifische Elemente und Terminologie und bietet allen Vorhaben einen homogenen Rahmen.

HERMES-Kurse und Zertifizierungen festigen die geforderte Kompetenz und das Know-how. Dadurch wird sowohl projektintern wie auch gegenüber der Stammorganisation gleichartig rapportiert und kommuniziert, und zeitgleich werden die flankierenden Rahmenanforderungen des HERMES-Projektmanagements (s. Hinweise zur Anwendung, z. B. Governance) erfüllt. Somit können Projekte aller Art in der Stammorganisation einheitlich verankert werden und weisen unabhängig von der gewählten Vorgehensweise die gleiche Integration in die betrieblichen Abläufe auf.

Die Projektteams werden darin unterstützt, die für das Vorhaben gewählte Vorgehensweise anzuwenden und die von der Projektmanagementmethode verlangten Ergebnisse auf schlanke Art zu liefern. Insofern werden die klassischen und agilen Methoden nicht beschnitten, es werden aber hinsichtlich der Rollen, der Aufgaben oder der Ergebnisse zusätzliche Methodenelemente definiert, die als verbindliche Anforderungen notwendig sind. Das HERMES-Framework legt über die gewählte Vorgehensweise eine Struktur, die extern ein einheitliches Bild aller Projekte liefert und intern allen Projektbeteiligten die gleiche Sprache vermittelt. Dadurch wird das gewählte Projektvorgehen in sich völlig autonom und kann in jede Organisation integriert werden.

Unabhängig von der Projektart oder der Vorgehensweise erfolgen sowohl die Planung als auch das Controlling weitgehend auf die gleiche Art und Weise.

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